Weltreiseprojekt

 

 

 

Einleitung

 

Ich glaube von den vielen Träumen und von den vielen Ideen die man  im Laufe eines Lebens hat bleiben einige wenige sehr lange erhalten. Zuerst flackern sie ganz unscheinbar auf am Horizont. Irgendwann nehmen sie immer deutlicher Form an und bestimmen am Ende das eigene Handeln.

Heute stehen uns viele Möglichkeiten und Wege offen. Leider sind auch viele dabei die lautstärker sind als die Wünsche des kleinen Kindes in uns.

 

 Sind wir Erwachsene geworden, sind wir leider oft aus unseren Träumen herausgewachsen. Wir erleben dieses unbeschwerte und positive Gefühl, wie es ist unsere Phantasie wahr werden zu lassen, viel zu selten.

Wer aber selber glücklich ist kann auch andere glücklich machen. Dieses Gefühl möchte ich in die Welt hinaustragen.  

 

So ist meine Vision, unsere große Welt mit dem eigenen Fahrzeug zu bereisen für mich zum Weg geworden.

 

 

 

Die Route im Überblick

 

 

Ich werde bei diesem Reiseprojekt rund 70.000 km unterwegs sein. Mein Weg wird mich von Österreich nach Spanien,

dann weiter von Marokko über Afrikas Westküste, Nigeria, Kamerun, den Kongo, Angola, bis nach Namibia und Süd Afrika führen.

Von Kapstadt werde ich mit dem Schiff nach Buenos Aires übersetzen, Argentinien, Chile, Bolivien, Peru, Equador und Kolumbien

bereisen und von dort das Motorrad nach Panama schiffen. Über Mittelamerika und Mexico geht es dann nach Nord Amerika,

Canada und Alaska. Von Anchorage werde ich nach Magadan in Russland übersetzen und von dort über die Road of Bones

durch Sibirien fahren, dann weiter über den Ural nach Moskau und  

wieder zurück nach Wien.

 

 

Voraussichtliche Reisedauer und Planung

 

Geplant sind in etwa zwei Jahre unterwegs. Die jeweilige Reise- und Verweildauer über die einzelnen Abschnitte wird sehr stark vom Preisniveau der einzelnen Länder abhängen.

Asien und Teile Südamerikas sind Länder wo ich gerne mehr Zeit verbringen  werde, einige Länder Afrikas sind wesentlich teurer als Europa bzw. verweigern gar die Einreise.

Die endgültige Reiseroute im Detail steht erst nach Beendigung der Reise fest. So viel Unvorhersehbares kann passieren.

Mit der Planung der Reise selbst beschäftige ich mich mittlerweile grob seit acht und im Detail seit etwa vier Jahren.

 

 Fahrplan

 

.3 bis 4 Jahre finanzielle Vorbereitung , Motorrad Verkauf  sowie Neukauf und Modifikationen, Ankauf der noch fehlender Ausrüstung

.2 Jahre geplante Reisezeit

.1 Jahr Nachbearbeitung und Verwertung der Reise

 

 

Eckpunkte und zugleich Knackpunkte der Route waren und sind Visumbestimmungen, Grenzübergänge sowie mögliche Transfers des Motorrades per Luft und Schiff.

Eine zusätzliche Erschwerung stellt besonders das Carnet de Passage dar. Dabei handelt es sich um ein Zollpapier welches die vorübergehende Einfuhr eines Fahrzeuges in ein Land ermöglicht. Die Ausstellung eines solchen Carnets ist an die Hinterlegung einer Kaution gebunden die anhand des Fahrzeugwerts berechnet wird. In der Regel muss man in etwa den halben Fahrzeugwert hinterlegen.

Fast alle Länder Asiens sowie Afrikas schreiben so ein Carnet de Passage vor.

In meinem Fall ist das nicht so schlimm, da meine BMW R 80 GS Bj. 1996 nicht mehr in der Eurotaxliste steht. In diesem Fall ist die Kaution sehr gering.

Das Motorrad im Überblick

 

   

Die Entscheidung für mein Reisemotorrad fiel eigentlich bereits vor 8 Jahren. Damals wollte ich eine BMW Paris Dakar kaufen, habe mich aber wegen der ausgezeichneten Offroadtauglichkeit für eine KTM 640 LC4 entschieden. Mit diesem Motorrad habe ich dann 2001 Europa umrundet und die Westsahara durchfahren.

Nach rund 100.000 km verabschiedete ich mich von meiner ersten LC4 und kaufte 2002 wieder eine KTM 640 Adventure. Auch mit diesem Motorrad war ich hoch zufrieden. Nur leider ist ein Motor mit Einzylinder Bauweise für wirklich lange Touren mit viel Gepäck wegen seiner sportlichen Abstimmung und den kurzen Serviceintervallen für mich nicht die optimale Langstreckenlösung.  

Jetzt, so viele Jahre später, wo ich wirklich die Zuverlässigkeit und Standfestigkeit der BMW brauche habe ich zufällig eine BMW R 80 GS Basic Bj. 1996 entdeckt die meinen Ansprüchen zu hundert Prozent entspricht.

Für dieses Motorrad habe ich mich dann entschieden.

 

Einige Gründe dafür:

2 Zylinder plus Laufruhe

15.000 km Serviceintervalle

Sehr gutes Weltweites BMW Servicenetz

Für mich verständliche Technik und Wartung

Sehr bequeme und aufrechte Sitzposition mit gutem Überblick

Niedriger Schwerpunkt durch den Boxermotor

Handling OK auch mit Gepäck und vollem Tank

Maschine ist 10 Jahre alt daher billiges Carnet de Passage

 

 

 

Hier die wichtigsten Modifikationen:

 

HPN 43 Liter Tank

Alu Koffersystem von Touratech

Spezialsitzbank für Gepäckrolle

Verstärkte Gabelfedern

 

 

Way of Life- Mein Reisestil

 

 

Mein Ziel ist es die Welt zu erfahren und dabei zu reisen ohne zu rasen.

 Ein wesentlicher Bestandteil der Tour ist das unmittelbare Erleben der verschiedenen Kulturen der zu bereisenden Länder. Dazu möchte ich mich so gut es geht an den Lebensstil der dort lebenden Menschen anpassen.

Unsere Geschwindigkeit und Eile mit der wir Dinge hier angehen ist für die Menschen in der dritten Welt oft nicht nachvollziehbar.

Die Wahl der Unterkünfte wird auch sehr stark vom Reiseland abhängen. Generell versuche ich, wo es legal, OK und gern gesehen ist meine Campingausrüstung zu verwenden. Zelt, Tee aus dem Kocher und Motorrad sind ausgezeichnete Kommunikationsmittel. Sie lassen schnell so manche Barriere zwischen Menschen überwinden. Oder sie verwandeln die ein oder andere unangenehme Passkontrolle in eine freundliche Unterhaltung.

 

 

Persönliche Vorbereitung

  

 

Für mich ist es ein großes Privileg körperlich und geistig fit zu sein und all die Dinge die mir wichtig sind tun zu können. So was ist ein großes Geschenk und bei weitem nicht selbstverständlich. Das allein stellt eine sehr große Motivation für mich dar.

Aus dem Grund macht es mir auch sehr viel Spaß eine Idee trotz so mancher
Schwierigkeiten Schritt für Schritt umzusetzen.

Prinzipiell glaube ich, dass Sport ein sehr guter Weg ist den eigenen Geist auf Herausforderungen vorzubreiten und um Grenzen auszuloten.

 

 

Felix Mental Checklist                                              

 

 

Gute Laune

Heute schon laufen, schwimmen oder Rad fahren gewesen

Gut gegessen

Etwas gelesen

Etwas geschrieben

Nett unterhalten

Gut geschlafen

 

 

 

Medizinische Vorbereitung und Vorsorge

 

Unbedingt notwendig ist eine gültige Reise Rückholversicherung im Krankheitsfall.

Unfälle sind mit einem Motorrad nie wirklich auszuschließen und wenn’s schlimm kommt kann medizinische Versorgung auf europäischem Niveau das Leben retten.

Ebenso notwendig sind die jeweils erforderlichen Impfungen sowie in den Tropen eine Malaria Prophilaxe.

Eine komplette Reiseapotheke ist selbstverständlich, inklusive Einwegspritzen und Infusionsnadeln.